Aus Abwasser wird Eigenstrom: Der Wasserverband Bersenbrück baut für die Zukunft
Gemeinsam mit Christian Klütsch und Johannes Koop haben wir uns ein Bild vom Baufortschritt der neuen Schlammbehandlung der Kläranlage Bersenbrück gemacht. Vor Ort gaben uns Ralph-Erik Schaffert, Reinhard Kock, Meinhard von Wulfen und Lothar Koopmeinders einen beeindruckenden Einblick.
Rund 5,5 Millionen Euro - unterstützt mit einer Million Euro Fördergeld vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) - fließen hier in eine moderne Anlage, die künftig über 28.000 Kubikmeter Klärschlamm jährlich ausfault. Verarbeitet werden neben den eigenen Schlämmen auch die der Kläranlagen Neuenkirchen, Fürstenau und Neuenkirchen-Vörden sowie Flotatschlämme zweier Industrieunternehmen.
Das entstehende Faulgas wird in zwei Blockheizkraftwerken genutzt und deckt mit der Stromerzeugung den kompletten Jahresbedarf der Kläranlage von etwa 900.000 Kilowattstunden ab. Die Abwärme beheizt zudem Fermenter, Betriebsgebäude und Fahrzeughalle.
Wie Geschäftsführer Ralph-Erik Schaffert betonte, setzt der Verband damit nicht nur die neue kommunale Abwasserrichtlinie um, sondern erschließt wertvolles Energiepotenzial für mehr Eigenversorgung.
Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan: Die Bauwerke sollen 2027 fertiggestellt werden, der Projektabschluss ist für 2028 geplant.
Ein sinnvolles Projekt für unsere regionale Infrastruktur und den Umweltschutz für die Samtgemeinde Bersenbrück und darüber hinaus!








